Medical Branding – 3 Dinge, die wir in unserer Arbeit im Gesundheitsbereich gelernt haben

Schon einige unserer ersten Projekte waren im medizinischen Bereich angesiedelt und haben uns Anfangs vor große Herausforderungen gestellt. Was wollen wir transportieren? Wer sind die Menschen unserer Zielgruppe? Wie sehr ist ein medizinisches Projekt auch aus wirtschaftlicher Perspektive zu betrachten? Gibt es strengere moralische und ethische Grenzen oder engere rechtliche Rahmenbedingungen? Viele Fragen und keine einfachen Antworten. Hier zusammengefasst 3 Learnings, die wir uns im Laufe der letzten Jahre zu eigen gemacht haben:

1 Eine Zielgruppe besteht immer aus Menschen mit individuellen Bedürfnissen.
Wir gehen auch im medizinischen Sektor zunächst systematisch vor und sehen uns in unterschiedlicher Reihenfolge alle Aspekte einer ‚normalen‘ Brand-Journey an, um auch hier die wichtigsten Szenarien gut definiert zu haben. Zum Schluss aber, muss alles eine nahbare, einladende und verständliche Form bekommen, die individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.

2 Lerne das Fachgebiet und verstehe die Projekt-Anforderungen – möglichst schnell.
Mehr als in jedem anderem Sektor sehen wir hier, wie sehr unsere Kunden von ihrer beruflichen Verantwortung geprägt und gefordert sind. Dicht gepackte Kalender, häufig zusätzlich in der Forschung tätig, zusätzliche Termine – sei es eine akute OP oder Krisenmanagement in Zeiten wie dieser Pandemie. Zusätzlich verstehen Ärzte, Pflegepersonal oder Wissenschafter:innen naturgemäß ihre Kommunikation grundsätzlich nicht strategisch oder auch auf einen Markt gerichtet. Sie kommunizieren mit Menschen mit zum Teil sehr speziellen Bedürfnissen.Diese Situation führt dazu, dass wir aus kurz angesetzten Meetings und knapp formulierten Briefings möglichst alles herausholen müssen und dabei – vor allem – die richtigen Fragen stellen, um effektiv weiterarbeiten zu können.

3 Verliere nie das Ziel aus dem Augen: Die Patienten stehen an erster Stelle.
Auch wenn ein Krankenhaus eine neue Leitung erhält und sich neu aufstellen möchte, eine berühmte Ärztin oder ein bekannter Arzt seine Privatpraxis erweitert oder ein neues Physiotherapiezentrum seine Tore öffnet. Am Ende geht es immer um die positive, verantwortungsbewusste und vertrauensbildende Kommunikation mit den Patient:Innen, die im Vordergrund stehen muss.

Respekt, Klarheit und moderate Zurückhaltung stehen Synonym für nur einige wichtige Punkte, die es in der medizinischen Kommunikation zu beachten gibt. Medical Branding bedarf großem Einfühlungsvermögens und viel intensiver Recherche. Wenn man allerdings die drei oben genannten Punkte von Anfang an gut mit einbezieht, gelingt das nächste Projekt im Gesundheitssektor bestimmt.